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Christian Landenberger

Ebingen 1862 -
Stuttgart 1927


1862 wird Christian Landenberger als zweites von neun Kindern des Güterbeförderers Christian Adam Landenberger und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Glunz, in Ebingen auf der Schwäbischen Alb geboren. Der junge Christian Landenberger erhält seine künstlerische Ausbildung ab 1879 an der Stuttgarter Kunstschule bei Jacob Grünenwald und Carl von Häberlin.
Drei Jahre später setzt Landenberger sein Studium an der Münchner Akademie, mit Unterbrechung, bis 1887 fort. Im Jahr 1890 stellt der Künstler auf der Münchner Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast erstmals öffentlich aus.
Christian Landenberger wird 1892 Mitglied der Münchner Secession und nimmt regelmäßig bis 1916 an deren Ausstellungen teil. 1895 gründet Christian Landenberger eine private Malschule und ist von 1899 bis 1905 als Lehrer für den Münchener Künstlerinnen-Verein tätig. 1904 wird er als Professor für technisches Zeichnen an die Stuttgarter Akademie berufen.
Christian Landenbergers künstlerische Entwicklung setzt ein mit realistischen Milieuschilderungen in differenzierter, dunkler Tonigkeit. Anfang der 1890er Jahre hellt sich die Farbigkeit der Bilder auf und Christian Landenberger verlässt den Breich der erzählenden Genremalerei. Sein vornehmlich impressionistischer Stil formt sich, trotz der anfänglich noch zögernden Beschäftigung mit dem Freilicht, bis 1910.
Christian Landenberger zählt zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus, er begründet die Tradition der schwäbischen Freilichtmalerei. Im gesamtdeutschen Vergleich impressionistischer Malerei ist Christian Landenberer nach den mit Berlin verbundenen Künstlern Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth neben Fritz von Uhde der führende Vertreter des süddeutschen Stils.
Zunächst malt der Künstler im Schwarzwald und im oberen Donautal, Ende der 1890er Jahre bevorzugt am Ammersee. In Diessen am Ammersee entsteht die Mehrzahl seiner "Badenden Knaben". Neben diesem bevorzugten Freilichtmotiv gehören Stillleben, Interieurs, allegorische und religiöse Darstellungen zu Christian Landenbergers künstlerischem Gesamtwerk.
Der Künstler hat während seines gesamten Schaffens viel gezeichnet und sein Oeuvre umfasst autonome Arbeiten, aber auch Zeichnungen, die der formalen Vorbereitung eines Werkes der Malerei oder der Druckgrafik dienen. Durch seine Tätigkeit als Akademielehrer hat der im Jahr 1927 in Stuttgart verstorbene Christian Landenberger maßgeblichen Einfluss auf zahlreiche Künstler der gegenständlichen Malerei des 20. Jahrhunderts.


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